Stress – wichtige Aminosäuren
Wichtig: Hier sind nur Aminosäuren angegeben, die wichtig bei Stress sind. Hier sind keine Dosierungsangaben aufgeführt. Eine Überdosierung kann ggf. starke Nebenwirkungen hervorrufen.
Um sich vom Stress und von einer Anspannung zu erholen, braucht der Körper neben dem zentralen Nervensystem und den Hormonen sogenannte Peptidstrukturen, die aus den Aminosäuren mit Hilfe von Zink hergestellt werden.
Tyrosin wird aus Phenylalanin gebildet. Beide sind wichtig, um Emotionen zu empfinden. Tyrosin sowie seine Vorstufe Phenylalanin sind Bausteine der Neurotransmitter.
Lebensmittel:
Emmentaler, Parmesan, Rindfleisch, Schweinefleisch, Thunfisch, Sojabohnen, Kürbiskerne, Walnüsse.
Tryptophan ist eine Aminosäure, die den Körper entspannt. Sie ist der Grundbaustein für die Stresshormone Serotonin und Melatonin. Tryptophan ist die Vorstufe von dem Vitamin B3.
Lebensmittel:
Erdbeere, Johannisbeere, Aprikose, Linse, Erbse, Weiße Bohne, Edamer (45 % i. T.), Gouda, Brie, Hirse, Gerste, Weizen, Schweine- und Rinderleber, Rinderfilet, Thunfisch, Makrele, Kabeljau, Cashew, Pinienkerne, Haselnuss, Walnuss.
Lysin ist zusammen mit Methionin Grundbaustein für L-Carnitin, welches unter anderem für den Energiestoffwechsel zuständig ist. Lysin hat außerdem die Aufgabe, Ängste abzubauen, indem es auf den Serotonin-Rezeptor wirkt.
Lebensmittel: Parmesan, Gouda, Edamer, Magerquark, Sardinen, Thunfisch, Kabeljau, Geflügel, Rind- und Schweinefleisch, Sojabohnen, Linsen, Weiße Bohnen.
Glutamin und Isoleucin, zwei hirnaktive Aminosäuren, helfen dabei, aus allen Reizen, die auf den Körper einströmen, die wichtigsten herauszufiltern. Sie erhöhen damit die mentale Belastbarkeit.
Lebensmittel Glutamin:
Rind- und Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Lachs, Thunfisch, Eier, Joghurt, Quark, Parmesan, Erdnüsse, Linsen, Soja, Bohnen, Weizen, Spinat, Rotkohl, fermentierte Lebensmittel.
Lebensmittel Isoleucin:
Parmesan, Cheddar, Edamer, Emmentaler, Rindfleisch, Hühnerbrust, Scholle, Rotbarsch, Makrele, Lachs, Soja, Linsen, Kichererbsen, Erdnüsse.
Aus Isoleucin, Leucin und Valin werden in Leber, Darm und Gehirn Neurotransmitter hergestellt. Fehlen diese, kann es zu Unruhe, Schlafstörungen, Zittern und Konzentrationsstörungen kommen.
Lebensmittel Leucin:
Fleisch, Thunfisch, Garnele, Heilbutt, Sardine, Makrele, Forelle, Lachs, Parmesan, Edamer, Gouda, Camembert, Erdnüsse, Mandeln, Cashew, Soja, Erbsen, Weiße Bohnen, Linsen.
Lebensmittel Valin:
Schweine- und Rindfleisch, Huhn, Parmesan, Edamer, Gouda, Brie, Hühnerei, Sardine, Thunfisch, Lachs, Makrele, Soja, Weiße Bohnen, Linsen, Bäckerhefe, Haferflocken, Buchweizen, Weizen, Hirse, Dinkel.
Aus Glycin wird der Radikalenfänger Glutathion gebildet, d. h., Glycin ist ein Bestandteil des Glutathions. Diese Aminosäure dient dem ZNS als Neurotransmitter, wobei Glycin die Eigenschaft hat, inhibitorisch zu wirken, d. h. die nachfolgende Nervenzelle wird in ihrer Aktivität gehemmt.
Lebensmittel:
Gelatine, Erdnüsse, Garnelen, Forelle, Makrele, Rinder- und Schweinefilet, Haferflocken, Walnüsse, Linsen, Kürbiskerne, Emmentaler.
Taurin wird im menschlichen Körper aus Cystein und Vitamin B6 synthetisiert. Unter Stress kann es auch hier zu Engpässen kommen. Taurin wird in der mitochondrialen Atmungskette benötigt. Zusammen mit Ubichinon dient Taurin dabei als Stabilisator.
Phosphatidylserin, ein Aminophospholipid, reduziert Cortisol und ist wichtig für den Transport von Ionen. Unser Körper kann Phosphatidylserin selber aus Phosphatidylethanolamin synthetisieren.
Lebensmittel: Fisch, Innereien (Hirn, Herz, Niere), Aal, Thunfisch, Weiße Bohnen.
Wichtig bei Stress sind auchVitamine und Mineralstoffe
© Petra Nadolny