Stress – wichtige Mineralstoffe
Wichtig: Hier sind nur Mineralstoffe angegeben, die wichtig bei Stress sind. Hier sind keine Dosierungsangaben aufgeführt. Eine Überdosierung kann ggf. starke Nebenwirkungen hervorrufen.
Calcium ist ein Weiterleiter von Signalen zwischen den Zellen. Es leitet als Botenstoff die Signale von Synapse zu Synapse. Calcium benötigt eine gute Vitamin-D-Versorgung. Vitamin D sorgt dafür, dass Calcium aus dem Magen-Darm-Trakt ins Blut aufgenommen werden kann, und unterstützt den Einbau im Knochen. Außerdem steht Calcium in enger Verbindung mit dem Magnesium.
Lebensmittel:
Hartkäse (mind. 45 % Fett i. T.), Grünkohl, Rucola, Blattspinat, Oregano, Basilikum, Thymian, Mohn, Sesam, Brombeere, Sprotte, Sardine, Hühnereigelb, Milchschokolade.
Wildkräuter:
Beinwell, Brennnessel, Borretsch, Gundermann, Gänsefuß, Hirtentäschel, Kamille, Schachtelhalm, Rotklee, Vogelmiere, Wegerich.
Eisen ist zusammen mit Kupfer wichtig für den Elektronentransport in den Mitochondrien. Ein evtl. Eisenmangel ist zu prüfen und zu beheben, bevor man an die Diagnose „Burnout“ denkt.
Eisenmangel führt zu:
- Müdigkeit und
- Erschöpfung
Lebensmittel:
Rinderniere, Jacobsmuschel, Sardellen, Sesam, Mohn, Leinsamen, Weizenkleie, Hirse, Hülsenfrüchte, Pfifferlinge, Steinpilz, Topinambur, Blattspinat, Schwarzwurzel, Thymian, Oregano, Kakaopulver.
Wildkräuter:
Ampfer, Beinwell, Brennnessel, Franzosenkraut, Giersch, Gundermann, Löwenzahn, Malve, Rotklee.
Kupfer ist wichtig bei der Produktion von ATP. Ohne Kupfer keine Energie. Der Mineralstoff schützt unsere Zellen vor oxidativem Stress durch freie Radikale. Außerdem hilft Kupfer bei der Bildung und dem Abbau von Botenstoffen.
Lebensmittel:
Leber, Amaranth, Hirse, Reis (ungeschält), Mehrkornvollkornbrot, Sojabohnen, Bohnen, Erdnuss, Erbsen, Linsen, Haselnuss, Walnuss, Auster, Hummer, Matjes, Schwarzwurzel, Meerrettich, Feldsalat, Knoblauch, Petersilie, Avocado, Preiselbeere.
Wildkräuter:
Hagebutte, Löwenzahn, Brennnessel, Giersch.
Magnesium ist gerade bei Stress wichtig. Zuviel Stress baut Magnesium im Körper ab.
Dieser Mineralstoff hemmt die Reizbarkeit der Nerven und ist ein Regulator für Energieprozesse. Magnesium wirkt beruhigend auf die HHN-Achse. Höhere Magnesiumgaben können die Freisetzung von Stresshormonen hemmen.
Ein Mangel kann zu:
- Konzentrationsstörungen,
- Schlaflosigkeit und
- Verstimmungen,
- Reizbarkeit,
- Depressionen führen.
Wichtig: Burnout-Symptome und die Symptome eines Magnesiummangels sind identisch!
Es gibt folgende Magnesiumverbindungen:
Magnesiumcarbonat > keine hohe Verfügbarkeit, säurehemmend
Magnesiumcitrat > gute Verfügbarkeit
Magnesiumglycinat > gut verträglich, bindet an GABA-Rezeptoren an (beruhigend)
Magnesium-Malat > bei Mitochondrienschwäche
Magnesiumoxid > schlechtere Verfügbarkeit als -citrat
Magnesiumorotat > für Herz-Kreislauf
Magnesiumsulfat > Bittersalz zur Darmentleerung
Lebensmittel:
Portulak, Borretsch, Kaktusfeige, Oregano, Weizenkleie, Paranuss, Sesam, Sonnenblumenkerne, Emmentaler, Parmesan, Spirulina, Noriblatt, Garnelen, Vollkornmehl, Champignon, Steinpilz, Pfifferling, Bitterschokolade.
Wildkräuter:
Brennnessel, Löwenzahn, Brunnenkresse.
Mangan ist der ‚Stellvertreter‘ des Magnesiums, wenn es um das ATP geht. Mangan schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Es wird außerdem benötigt, um Dopamin zu bilden.
Lebensmittel:
Weizenkeim, Weizenkleie, Haferflocken, Mohn, Macadamianuss, Pinienkerne, Bohnen, Linsen, Erbsen, Heidelbeere, Moosbeere, Miesmuschel, Birkenpilz, Morchel, Salbei, Dill, Ingwer.
Wildkräuter:
Bärlauch, Giersch.
Selen wird zur Bildung von Serotonin benötigt und schützt die Nervenrezeptoren gegen oxidativen Stress.
Lebensmittel:
Linsen, Erdnüsse, Paprika, Kichererbsen, Steinpilz, Champignon, Thunfisch, Sardine, Garnele, Mandarine, Apfel, Paranüsse, Sesam, Kürbiskerne, Emmentaler, Parmesan, Camembert, Hirse, Haferflocken, Rinderniere, Schweineleber, Tofu.
Wildkräuter: —
Zink wird für die Bildung von Neurotransmittern und einiger Hormone gebraucht. Zinkionen tragen dazu bei, Nervensignale an den Synapsen zu regulieren.
Lebensmittel:
Weizenkeime, Weizenkleie, Mohn, Kürbiskerne, Pekanüsse, Sojabohnen, Linsen, Erbsen, Emmentaler, Edamer, Gouda, Rindfleisch, Leber, Austern, Mais, Blattspinat, Avocado, Granatapfel, Bierhefe.
Wildkräuter:
Wegerich, Löwenzahn, Weißer Gänsefuß
Wichtig bei Stress sind auchVitamine und Aminosäuren
© Petra Nadolny