Ein hochsensibler Reisebericht

30.-31.08.2025

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.

Die Dichterin Gertrude Stein prägte 1913 in ihrem Gedicht ‚Sacred Emily‘ diesen vielzitierten Satz.

Dieser Satz sagt uns, dass die Rose einzigartig ist, mit nichts zu vergleichen, sie ist, was sie ist. Vielleicht hast du ja bereits mitbekommen, dass Rosen eine große Leidenschaft von mir sind. Ich liebe ihre Farben und ihren Duft. Es gibt nicht nur sagenhaft viele Rosensorten, etwa 61.000 Sorten, die Rose lässt sich auch vielfältig nutzen.

Letztes Wochenende, Ende August, waren wir dann in Sachen Rosen unterwegs. Samstag haben wir in Steinfurth das Rosenmuseum besucht. Das Rosendorf Steinfurth beherbergt eine wunderschöne Sammlung rund um die Rose. Ich war begeistert von diesem kleinen Museum, welches bereits einmal kurz vor der Schließung stand. Die ansässigen Rosenzüchter und die angrenzende Stadt Bad Nauheim haben das Museum am Leben erhalten.

Zum Eintritt, als Eintrittskarte, gab es Rosenduft auf das Handgelenk. Eine etwas besondere Eintrittskarte, so wie eben Rosen etwas Besonderes sind.

Die Geschichte der Rose hat auch viel mit der Geschichte der Menschen zu tun, sie steht für Liebe und Leid, sie schenkt uns Romantik, Leidenschaft und Glück. Die Rose zeigt uns aber auch, dass da wo wir die hellen und schönen Seiten des Lebens sehen, auch immer die dunklen und weniger schönen Seiten nicht weit sind. Die Rose zeigt uns wunderschöne, meist duftende Blüten und zeitgleich wehrhafte Stacheln.

Alte Rosenbücher, Bilder, viele Informationen über Rosen, Rosen in der Kunst, der Literatur und im Film und natürlich Rosen in der Küche, in der Medizin sowie natürlich in der Parfumherstellung. Ein goldener Stuhl, dicht an dicht mit Rosenstacheln besetzt, lädt nicht gerade zum Verweilen ein. Ein wunderbares Museum, ich kann es jedem Rosenliebhaber nur empfehlen.

Den Samstagabend haben wir in Bad Nauheim verbracht. Eine Kurstadt mit vielen schönen alten Häusern und immer wieder Andenken an Elvis Presley, der dort seine Militärzeit verbracht hat. Mir als hochsensibler Mensch, waren die ganzen Eindrücke langsam zu viel. Wir haben draußen etwas gegessen. Die Gastronomie war gut besucht und von nebenan hatten wir Livemusik zum Essen. Langsam wollte ich nur noch Ruhe – die Hochsensibilität lässt grüßen.

Sonntag, nach dem Frühstück ging es zum Rosenpark Dräger. Ein Familienbetrieb für Rosenanbau und Rosenverkauf, mit angrenzendem wunderschönen Rosenpark, feierte am Sonntag sein 10-jähriges Bestehen. Es war einfach ein Traum! Wunderschön blühende Rosen. Wuchtige Rosenstämmchen, ich war emotional total berührt. Es gab eine lustige Ansprache von Thilo Hildebrandt, dem eine emotionale Ansprache seiner Frau Manuela Dräger folgte. Wenn du hochsensibel bist, kannst du dir ja vorstellen, dass sich diese Emotionen in der Ansprache zu meinen überwältigten Parkeindrücken gesellt haben. Ich war tief berührt.

Etwas später wurde eine, vom Rosenpark Dräger gezüchtete Rose, von der Steinfurther Rosenkönigin getauft. Bei einer Rosentaufe dabei zu sein, war für mich ein wunderbares Erlebnis.

Es ist so einfach und so wunderbar, mit anderen Rosenfreunden ins Gespräch zu kommen. Die Rose hilft uns nicht nur unsere Seele und unseren Geist zu zentrieren, sie schafft auch Verbindungen.

Nach diesem wunderschönen Besuch im Rosenpark Dräger, sind wir mit acht Rosenpersönlichkeiten nach Hause gefahren. Ein Rosenwochenende, an das ich noch lange zurückdenken werde.

Mein Reise Fazit

Dieses Wochenende hat mich sehr berührt und, typisch meines Wesenzuges, arbeiten die Eindrücke immer noch in mir.

Es war ein sehr schönes Wochenende und ich prognostizieren mal, wir waren nicht das letzte Mal in Steinfurth/Bad Nauheim.